Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Krumbach
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Krumbach

News - Paper - Impuls /Andacht       

aus "Extrablatt" der Mittelschwäbischen Nachrichten - 01.04.2020

 

Fastenzeit…

 

…ist es gerade. Auch wenn kaum jemand die alte Tradition noch wahrnimmt. Selbst wir „Kirchlichen“  vergessen – sie derzeit ohne Gottesdienste fast – die Fastenzeit.

Nach Fasching begann sonst der Verzichtzeit bis Ostern.  Diesmal begann was anderes: Die Corona Krise. Keiner dachte mehr ans Fasten. Aber: Ein kleiner Virus zwingt uns alle zur Besinnung - hinein in eine allgemeine Fastenzeit:  Er beschränkt unsere freien Ausgang auszugehen. Wir fasten den Treff mit Freunden. Wir fasten Oma und Opa zu besuchen. Wir fasten das Shopping im Schuhladen oder im Heimwerkermarkt. Wir verzichten auf den Lokalbesuch. Wir fasten Ausflügen und Urlaubsreisen. Schüler fasten an der Klassengemeinschaft und erleben solistisch Online - Hausaufgaben. Kinder fasten am Kontakt mit anderen kitakids. –

„7 Wochen ohne“ heißt die moderne Fastenzeit der evangelischen Kirche seit Jahren. Ihr heuriges Motto dürfte uns – entschuldigen sie liebe Leserin den unchristlichen Ausdruck – „Verdammt schwer“ fallen: „7 Wochen ohne Pessimismus“ – Drehen wir es einfach einmal um: „7 Wochen mit Optimismus“. Sagen wir mal ein wenig entschärfter „ mit Zuversicht“. Dann geht es schon eher – denn jeder Fasten - Verzicht gebiert ein kleines Vor – Ostern: Nichts tun müssen und einfach die Frühlingssonne still genießen, intensiv mit meinen Kindern spielen und mich auf sie einlassen, mit nur Lebensmitteleinkäufen zurecht zu kommen, den Segen .eines  Partners als Geschenk  neu entdecken, viel mit vielen zu telefonieren und so doch Nähe und Gemeinschaft zu erleben. Mal wieder mit Gott über eigene Ängste reden. Ich entdecke mich und uns uns neu.
In diesem Sinne - jetzt schon – ein gesegnetes Osterfest!

 

Pfarrer Eugen Ritter
 

Was mir (nicht nur) in der Corona –Krise hilft

Ich muss gestehen, als  meine Chefin am 13. März meinte, dass die Schulen vielleicht bald schließen würden (ich arbeite in der OGTS in der Grundschule) fand ich das ein wenig übertrieben. „Panikmache,“ dachte ich

3 Tage später waren alle Schulen in Bayern geschlossen.

Auf einmal kroch ein merkwürdiges Gefühl in mir hoch: Unsicherheit machte sich breit. Dieses Gefühl verstärkte sich noch mit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen. Ich, die Planerin in der Familie, die gerne Termine einträgt und plant, diese vielfach auch noch im Kopf hat, musste auf einmal Termine streichen!! Dazu gehörten auch eine Seminarwoche im April, und ein Urlaub am Gardasee mit meiner Tochter im Mai. Alle Planungssicherheit dahin!

Da tauchte sie wieder auf die alte Frage, die mich wohl mein Leben lang beschäftigen wird:  Auf wen, oder was vertraue ich? Was ist mein Fundament? Wer gibt mir Kraft?

Als ich neulich nachts wach lag und so gar nicht zur Ruhe kommen konnte, fiel mir eine            Gewohnheit ein, die ein wenig in Vergessenheit geraten war:

An jedem Tag wollte ich Gott für 10 Dinge danken.                                                 

Also begann ich zu danken: Für das Dach über meinem Kopf, für meinen Mann, für meine Kinder, dafür dass ich Lebensmittel einkaufen kann, für die Möglichkeit zu beten, und, und, und…                 Das brachte mich zur Ruhe und mein Blick wurde auf den gelenkt, der uns trägt.

Wie ist es? Machen Sie mit? Für wen oder was können Sie Gott danken.

Denn: Danken schützt vor Wanken und: Loben zieht nach oben!

 

Hermengild Launhardt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild Karoline Hock

Frühling heißt Aufbruch

 

Nein, die Wahrheit ist

Dass dieser Frühling nur beunruhigend und verunsichernd ist

Ich glaube nicht

Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann

Dass ich den Weg nach Innen finde

Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt

Es ist doch so

Dass das Virus rast

Ich weigere mich zu glauben

Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint

Es ist doch ganz klar

Dass Vertrauen fehlt

Ich kann unmöglich glauben

Nichts wird sich verändern

Es wäre gelogen, würde ich sagen

Miteinander schaffen wir das.

 

Und nun lest den Text von unten nach oben!

 

Karoline Hock in Anlehnung an: Iris Macke

Perspektivwechsel bei ANDERE ZEITEN

 

 

 

 

 

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